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Upload-Geschwindigkeit: was Sie für Videocalls brauchen
Zuletzt aktualisiert: · Von Homvoya
Kurz gesagt
Für einen Videocall in HD-Qualität nennen Zoom, Microsoft und Google je nach Dienst und Auflösung etwa 1,2 bis 4 Mbit/s Upload pro Gerät. Planen Sie Reserve ein und messen Sie Ihren Upload per Kabel und mehrmals. Wer unterwegs über die Heim-IP arbeitet, ist zusätzlich an den Upload des Anschlusses zu Hause gebunden.
Was ist der Unterschied zwischen Upload und Download?
Upload bedeutet: Daten, die Ihr Gerät ins Internet sendet – im Videocall Ihr Kamerabild und Ihre Stimme. Download sind die Daten, die Sie empfangen, etwa die Bilder der anderen. Beide werden in Megabit pro Sekunde (Mbit/s) gemessen. Bei vielen DSL- und Kabelanschlüssen ist der Upload deutlich kleiner als der Download.
Für Videocalls zählen beide Richtungen, weil Sie gleichzeitig senden und empfangen. Engpass ist oft der Upload: Läuft nebenbei ein Cloud-Backup oder ein großer Datei-Upload, bleibt für Ihr Kamerabild weniger übrig. Dann sehen Sie die anderen flüssig, während Ihr Bild bei ihnen ruckelt.
Manche Hersteller geben kleine Werte in kbit/s (Kilobit pro Sekunde) an: 1.000 kbit/s entsprechen 1 Mbit/s.
Wie viel Upload brauchen Zoom, Teams und Google Meet?
Laut den Herstellern reichen für einen Videocall in HD-Qualität etwa 1,2 bis 4 Mbit/s Upload pro Gerät – je nach Dienst, Auflösung und ob Sie zu zweit oder in einer Gruppe sprechen. Reines Audio braucht höchstens etwa 0,1 Mbit/s. Planen Sie Reserve ein, denn andere Geräte und Programme teilen sich dieselbe Leitung.
Die Werte in der Tabelle stammen von den offiziellen Seiten von Zoom, Microsoft Teams und Google Meet. Sie gelten pro Gerät: Telefonieren zwei Personen im selben Haushalt gleichzeitig, brauchen sie ungefähr das Doppelte. Die Dienste passen die Qualität an die verfügbare Bandbreite an – Teams etwa gibt bei knapper Bandbreite dem Ton Vorrang vor dem Bild.
| Dienst | Situation | Upload | Download | Quelle |
|---|---|---|---|---|
| Zoom | Gespräch zu zweit, 720p HD | 1,2 Mbit/s | 1,2 Mbit/s | Zoom-Support |
| Zoom | Gruppencall, 720p HD | 2,6 Mbit/s | 1,8 Mbit/s | Zoom-Support |
| Zoom | Gruppencall, 1080p HD | 3,8 Mbit/s | 3,0 Mbit/s | Zoom-Support |
| Microsoft Teams | Besprechung, Minimum | 0,15 Mbit/s | 0,2 Mbit/s | Microsoft Learn |
| Microsoft Teams | Besprechung, empfohlen (bis 1080p) | 2,5 Mbit/s | 4,0 Mbit/s | Microsoft Learn |
| Microsoft Teams | Besprechung, beste Leistung | 4,0 Mbit/s | 4,0 Mbit/s | Microsoft Learn |
| Google Meet | 720p HD | bis 1,7 Mbit/s | bis 1,7 Mbit/s | Google Workspace |
| Google Meet | 1080p HD | bis 3,6 Mbit/s | bis 3,6 Mbit/s | Google Workspace |
| Google Meet | Gruppenbesprechung | ab 0,25 Mbit/s, je nach gesendeter Auflösung | bis 4,0 Mbit/s | Google Workspace |
| Alle drei | Nur Audio | etwa 0,06–0,1 Mbit/s | etwa 0,06–0,1 Mbit/s | Herstellerseiten |
Bildschirm teilen ist vergleichsweise sparsam: Zoom nennt dafür 50 bis 150 kbit/s, je nachdem, ob zusätzlich ein kleines Videobild übertragen wird.
Wie messe ich meinen Upload richtig?
Nutzen Sie die Breitbandmessung, die in Zusammenarbeit mit der Bundesnetzagentur angeboten wird. Verbinden Sie den Computer per LAN-Kabel mit dem Router, beenden Sie andere Anwendungen und messen Sie mehrmals an verschiedenen Tagen. Ein einzelner Wert über WLAN sagt wenig über Ihren Anschluss, denn er zeigt vor allem die Funkverbindung.
- Per Kabel messen: Schließen Sie den Computer mit einem LAN-Kabel direkt am Router an. Über WLAN fließt die Funkverbindung ins Ergebnis ein.
- Datenverkehr stoppen: Beenden Sie andere Anwendungen, Cloud-Synchronisation, Backups und Updates. Laut Breitbandmessung sollte während der Messung kein paralleler Datenverkehr laufen.
- Andere Geräte abkoppeln: Geräte im WLAN können die Messung beeinflussen. Schalten Sie für die Messung das WLAN am Router aus oder trennen Sie die Geräte.
- Mehrmals messen: Messen Sie an verschiedenen Tagen und zu verschiedenen Uhrzeiten, und achten Sie auf den Upload-Wert, nicht nur auf den Download.
- Mit dem Vertrag vergleichen: Dort steht, welche Upload-Geschwindigkeit Ihr Anbieter zusagt.
Wollen Sie gegenüber Ihrem Anbieter belegen, dass der Anschluss dauerhaft langsamer ist als vereinbart, gibt es das Nachweisverfahren der Breitbandmessung. Dafür sind laut den Fragen und Antworten der Breitbandmessung an drei verschiedenen Kalendertagen jeweils 10 Messungen nötig – nur per LAN-Kabel und innerhalb von höchstens 14 Kalendertagen. Bewertet werden Download und Upload.
Warum zählt unterwegs der Upload zu Hause?
Bei einer Heim-IP-Verbindung wie dem Homvoya Set läuft Ihr gesamter Datenverkehr über Ihren Anschluss zu Hause. Was Sie unterwegs empfangen, schickt Ihr Heimanschluss per Upload weiter zu Ihnen. Der Upload zu Hause ist deshalb die Obergrenze für Ihr Tempo unterwegs – auch wenn das WLAN im Hotel schneller ist.
So läuft der Weg: Ihr Laptop ist mit der Reise-Box verbunden. Die Reise-Box schickt die Daten verschlüsselt per WireGuard über einen Relay-Server in der EU zur Heim-Box an Ihrem Router. Von dort gehen sie über Ihren Anschluss ins Internet. Antworten nehmen denselben Weg zurück und verlassen Ihr Zuhause über den Upload.
Bei einem Videocall betrifft das beide Richtungen: Die Bilder der anderen kommen bei Ihnen zu Hause an und gehen per Upload weiter zu Ihnen. Ihr eigenes Kamerabild geht von zu Hause per Upload an den Dienst. Ihr Heim-Upload trägt also Upload und Download des Calls zusammen. Beispiel mit den Zoom-Werten aus der Tabelle: Ein Gruppencall in 720p braucht 2,6 Mbit/s Upload und 1,8 Mbit/s Download – über die Heim-IP-Verbindung also grob 4,4 Mbit/s Upload zu Hause, plus alles, was andere Geräte im Haushalt gleichzeitig senden.
Deshalb empfehlen wir für Homvoya mindestens 10 Mbit/s Upload. Für E-Mail, Banking und Videocalls reicht das meist gut. Alle Geräte an der Reise-Box teilen sich diesen Upload.
Auch das Netz vor Ort zählt
Die Reise-Box braucht am Zielort selbst eine brauchbare Verbindung in beide Richtungen, denn alle Daten laufen auch durch das WLAN im Hotel oder in der Ferienwohnung. Außerdem ist der Weg über Relay und Zuhause länger als eine direkte Verbindung. Microsoft weist in der Teams-Dokumentation darauf hin, dass VPN-Verbindungen meist nicht für Echtzeit-Medien ausgelegt sind und Umwege zusätzliche Verzögerung und Schwankungen (Jitter) verursachen können.
Fällt das Internet zu Hause aus, funktioniert die Verbindung nicht. Ob Ihr Anschluss passt, prüft der Kompatibilitäts-Check – er fragt nach Ihrem Upload. Wenn Sie aus dem Ausland arbeiten möchten, lesen Sie auch, was Sie vorher mit Arbeitgeber, Finanzamt und Sozialversicherung klären sollten.
Wie werden Videocalls bei wenig Upload stabiler?
Entlasten Sie den Upload: Pausieren Sie Backups und große Uploads während des Calls, verbinden Sie den Laptop per Kabel oder nutzen Sie 5-GHz-WLAN, und senken Sie bei Bedarf die Videoqualität. Wird es trotzdem knapp, schalten Sie die Kamera zeitweise aus. Das gilt zu Hause genauso wie unterwegs mit der Reise-Box.
- Hintergrund-Uploads pausieren: Cloud-Synchronisation, Foto-Backups und Updates teilen sich die Leitung mit Ihrem Call.
- Kabel statt WLAN: Eine Kabelverbindung ist in der Regel stabiler als Funk. Auch die Reise-Box hat LAN-Anschlüsse.
- 5 GHz statt 2,4 GHz: Microsoft empfiehlt für Echtzeit-Medien das 5-GHz-Band, weil im 2,4-GHz-Band oft andere Geräte stören. Die Reise-Box funkt in beiden Bändern.
- Videoqualität senken: Prüfen Sie in den Video-Einstellungen Ihres Dienstes, ob Sie HD abschalten oder die Auflösung begrenzen können.
- Kamera aus, wenn sie nicht nötig ist: Reines Audio braucht laut Herstellern höchstens etwa 0,1 Mbit/s.
- Weniger gleichzeitig: Streamen oder laden andere Geräte parallel, wird es für den Call knapper.
- Vorher testen: Machen Sie vor wichtigen Terminen einen kurzen Testcall – am besten von dem Platz aus, an dem Sie später sprechen.
Häufige Fragen
Wie viel Upload brauche ich für Videokonferenzen?
Laut Zoom, Microsoft und Google reichen für HD-Video je nach Dienst etwa 1,2 bis 4 Mbit/s Upload pro Gerät. Planen Sie Reserve für andere Geräte und Hintergrund-Uploads ein.
Reichen 10 Mbit/s Upload für Videocalls?
Für einen einzelnen Call reicht das nach den Herstellerangaben auch in HD. Knapp wird es, wenn mehrere Personen gleichzeitig telefonieren oder nebenbei große Dateien hochgeladen werden.
Warum ist mein Upload so viel langsamer als mein Download?
Viele DSL- und Kabeltarife sind so ausgelegt, dass der Download deutlich schneller ist als der Upload. Welche Werte Ihr Anbieter zusagt, steht in Ihrem Vertrag.
Sollte ich den Speedtest per WLAN oder per Kabel machen?
Per Kabel. Über WLAN misst der Test die Funkverbindung mit, und für das Nachweisverfahren der Breitbandmessung sind nur Messungen per LAN-Kabel zulässig.
Quellen
- Zoom system requirements: Windows, macOS, Linux – Zoom, abgerufen am 28. Oktober 2026
- Prepare your organization’s network for Teams – Microsoft Learn, abgerufen am 28. Oktober 2026
- Prepare your network for Meet meetings & live streams – Google Workspace, abgerufen am 28. Oktober 2026
- Fragen und Antworten Festnetz – Breitbandmessung (zafaco GmbH in Zusammenarbeit mit der Bundesnetzagentur), abgerufen am 28. Oktober 2026